Oktoberfest ohne Sünden: Münchner sind brav auf der Wiesn

Wiesn (c) wernimages shutterstock.com
18. September 2017

Pünktlich zur Eröffnung der Münchner Wiesn am Samstag hat HolidayCheck Einheimische nach ihren Oktoberfestsünden befragt – mit überraschenden Ergebnissen. Egal ob Fremdbusseln, Magen entleeren oder Festzeltschlägerei: Die repräsentative Umfrage von HolidayCheck zeigt, dass den meisten Münchnern so etwas noch nicht passiert ist. Um auch als Oktoberfest-Tourist ohne Exzess Spaß auf dem Volksfest zu haben, hat das Hotelbewertungs- und Buchungsportal einige Tipps zusammengestellt.

Wiesn (c) wernimages shutterstock.com„Auf der Wiesn, da gibt’s koa Sünd“? Das größte Volksfest der Welt ist bekannt für Tradition, Bierfässer und Festzeltatmosphäre, aber auch für übermäßigen Alkoholkonsum, Fremdknutschen und Polizeieinsätze. HolidayCheck hat die Münchner befragt, welche Oktoberfestsünden sie selbst schon einmal begangen haben. Das überraschende Ergebnis: Die heimischen Besucher der Wiesn sind erstaunlich brav. 75 Prozent der befragten Münchner gaben an, sich auf dem Oktoberfest noch keinen der unten genannten Fauxpas geleistet zu haben.

Wenn aber die Münchner so brav sind: Wer sind dann die vielen Betrunkenen, die in und außerhalb der Zelte für Aufsehen sorgen? Waren die Münchner beim Beantworten der repräsentativen Umfrage ehrlich, dann müssen es größtenteils Auswärtige sein, die auf dem Volksfest über die Stränge schlagen. HolidayCheck präsentiert die Umfrageergebnisse – kombiniert mit einem von braven Münchnern erstellten Ratgeber für Touristen.

So lassen sich Oktoberfestsünden vermeiden – acht Tipps für Touristen:

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1. Gute Grundlage

Nur ein Prozent der Münchner haben sich schon einmal im Bierzelt übergeben. Als Basis für einen Wiesn-Besuch empfiehlt sich also eine gute Grundlage in Form von deftigem Essen, um mehrere Mass Bier zu verkraften. Außerdem ist es ratsam, zwischendurch ausreichend Wasser zu trinken.

2. Verschnaufpause im Kaffeezelt

Nach ein paar Stunden im Bierzelt wird der Sauerstoffgehalt knapp. Dazu die ein oder andere Mass – da kann plötzlich große Müdigkeit auftreten. Gegen ein peinliches Nickerchen mit dem Kopf auf dem Biertisch helfen ein Ortswechsel und ein Haferl Kaffee im Kaffeezelt. So haben nur zwei Prozent der Münchner schon einmal auf der berühmten Wiese hinter der Bierzeltstraße einen „Power Nap“ machen müssen.

3. Höflichkeit statt Prügel

„Auf eine friedliche Wiesn!“ So eröffnet der amtierende Bürgermeister Jahr für Jahr das Oktoberfest. Wie die Münchner sollten sich das auch „Zugereiste“ sehr zu Herzen nehmen. Die Münchner feiern so entspannt, dass nur zwei Prozent angaben, schon einmal in eine Prügelei verwickelt worden zu sein. Höflich und rücksichtvoll sein lautet die Devise der Einheimischen.

4. Achtung vor der Achterbahn

Ist die letzte Mass ausgetrunken und der erste Schritt vor das Bierzelt gesetzt, laden die bunten Lichter der Fahrgeschäfte zu einem Abenteuer ein. Münchner wissen: wer das wagt, ist mutig. Sie selbst scheinen einen robusten Magen zu haben, denn gerade mal zwei Prozent überkam bei einer Fahrt in der Achterbahn die Übelkeit. Um sich bei den anderen Fahrgästen nicht unbeliebt zu machen, sollten unerprobte Wiesn-Besucher hier mit Bedacht handeln.

5. Toiletten nutzen

Für einen Toilettenbesuch im Bierzelt muss man sich oft in eine lange Warteschlange einreihen. Da liegt es für manch einen nah, vor der Zelt-Tür den nächsten Baum zu suchen. Nicht so bei den Münchnern: Nur zwei Prozent gaben an schon einmal beim „wild bieseln“ erwischt worden zu sein. Die zahlreichen fest installierten Toilettenhäuschen auf dem ganzen Volksfestplatz sind gut zu finden, das Warten dort hält sich in Grenzen und so gibt es auch keine Verwarnung oder Geldstrafe.

6. Kein Küssen mit Fremden

Das Oktoberfest ist nicht nur das größte Volksfest der Welt, sondern auch einer der größten Flirtspots. Für die Münchner scheint der Reiz aber nicht besonders groß. Gerade einmal acht Prozent gaben an, schon einmal fremdgeknutscht zu haben. Vier Prozent gaben sich als Single aus, obwohl sie vergeben waren. Vielleicht ist bei den Münchnern die Sorge einfach zu groß, vor Ort erwischt wird zu werden. Aber wer von auswärts kommt, der braucht sich da ja weniger Sorgen zu machen.

7. Namenloser Flirt

Wer auf dem Oktoberfest geschmust hat, kann einen fatalen Fehler begehen: Den Namen des Flirts – auf bayrisch „Wiesn-Gspusi“ – vergessen. Das ist auch schon einmal sechs Prozent der Münchner passiert. Wer in diese Verlegenheit kommt, kann mit „Herzl“, „Süßer“ oder „Schatzi“ improvisieren.

8. Tipps für den Heimweg

Am Ende eines Oktoberfest-Tags gibt es zwei Herausforderungen: Sich vom Maßkrug zu trennen und nach Hause zu finden. Hierbei tun sich nur wenige Münchner schwer: Fünf Prozent haben aus Versehen schon einmal den Maßkrug mitgenommen. Das ist verboten und sollte auch von Touristen vermieden werden, denn wer mit dem Krug aufgegriffen wird, zahlt. Auch haben nur vier Prozent der Befragten nicht mehr nach Hause gefunden. Für Besucher von außerhalb ist es allerdings ratsam, die Adresse der Übernachtungsunterkunft parat zu haben und sich höflich dorthin durchzufragen oder einfach den Wiesn-Flirt nach Hause begleiten.

Informationen zur Umfrage

Alle Daten wurden, soweit nicht anders angegeben, von der YouGov Deutschland GmbH bereitgestellt. An der Befragung zwischen dem 31. August und dem 7. September 2017 nahmen 509 Personen teil, darunter 452 Personen, die schon einmal auf dem Oktoberfest waren. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die Bevölkerung der Metropolregion München ab 18 Jahren. Die Umfrageteilnehmer konnten auf die Frage „Hand aufs Herz, welche der folgenden Oktoberfest-Sünden sind Ihnen auch schon einmal passiert?“ mehrere Antworten geben. Neben den im Text Genannten standen folgende Aussagen zur Auswahl: „Ich habe mich auf dem Nachhauseweg übergeben“, „Ich bin in der Ausnüchterungszelle gelandet“, „Ich habe mein Dirndl / meine Lederhose eine Nummer zu klein gekauft und diese(s) ist mir auf der Wiesn geplatzt“ und „Weiß nicht / keine Angabe“.

Hinweis zur Bildnutzung

Die Grafik zur Umfrage steht Ihnen durch Anklicken des Bildes zum Download zur Verfügung. Sie darf zur einmaligen Nutzung im Zusammenhang mit der übermittelten Pressemitteilung „Oktoberfest ohne Sünden: Münchner sind brav auf der Wiesn“ verwendet werden.

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