Ratgeber: Souvenir-Falle im Urlaub

Basar
13. August 2014

Viele Urlauber fliegen gerne in weitentfernte Länder und ergattern günstige Schnäppchen. Doch Vorsicht: Oft versteckt sich hinter manchem Andenken ein illegal verarbeitetes Souvenir. Reiseexpertin Claudia Haller von dem größten deutschsprachigen Reiseportal HolidayCheck listet auf, welche Mitbringsel illegal sind.

Verbotene Medizin

Vorsicht ist geboten bei traditionellen Medikamenten. Heilmedizin ist zwar ein boomender Trend, jedoch kann diese Art von Medizin aus dem Ausland illegal sein. Oft sind in ihr Bestandteile von bedrohten Wildtieren und Pflanzen enthalten. Daher: Sobald der Verdacht besteht, dass die angebotene Medizin aus Tigerknochen oder Rhinozeros-Hörnern hergestellt wurde, heißt es „Finger weg!“

Gefälschte Markenartikel

Die gefälschte Gucci-Handtasche, das Rolex-Imitat oder die Baseballkappe mit dem abgeänderten Marken-Emblem verlocken als Billigversionen des luxuriösen Originals auf Basaren zum Kauf. Wenn dann das schlechte Gewissen beim Rückflug kommt, können Urlauber durchatmen. Die Regelung ist hier locker: Falls der Einkauf für Privatzwecke genutzt und die Freimenge von 430 Euro nicht überschritten wird. Der Weiterverkauf ist jedoch verboten.

Lebende Tiere

Urlauber sollten keine lebenden Tiere kaufen – auch wenn sie aufgrund schlechter Haltung zu bemitleiden sind. Denn oft wird jedes vermeintlich gerettete Tier durch ein neues ersetzt. Außerdem ist es nicht empfehlenswert, ein freilebendes Tier mit in die Zivilisation zu nehmen. Schließlich kann auch in der Zoohandlung um die Ecke ein exotisches Haustier gekauft werden. Dann entstehen keine Probleme mit dem Zoll.

Exotische Mitbringsel

Gerne bringen Urlauber noch ein Andenken aus dem Thailand-Urlaub mit. Seien es Anhänger, Musikinstrumente oder Objekte aus Federn: Hier ist Vorsicht geboten. Oft werden Schlüsselanhänger mit eingegossenen Seepferdchen verkauft. Auch bei anderen  Geschenken können tierische Materialien verwendet worden sein. Sind die Mitbringsel jedoch aus Draht, Blech oder wurden geflochten, kann jeder gern zugreifen.

Geschützte Pflanzen

Auf den Märkten täuscht oft die Fülle von Blumen und Holzfiguren: Viele tropische Baumarten sind bereits bedroht. Auch Wildpflanzen sollten Urlauber lieber an Ort und Stelle lassen: Orchideen, Kakteen, Aloe (außer Aloe Vera), amerikanischer und asiatischer Ginseng gehören zu den geschützten Pflanzen und benötigen spezielle Ausfuhrpapiere oder sogar ein Gesundheitszeugnis. Souvenirs aus zertifiziertem Holz können problemlos ausgeführt werden.

Meeres-Schmuck

Am Strand mal schnell ein paar Muscheln einsammeln für eine selbstgebastelte Kette oder am Basar ein Armband aus Korallen kaufen ist in der Türkei, in Ägypten und Griechenland illegal. So schön die Accessoires manchmal aussehen, so tückisch ist wiederum ihre Herkunft. Urlauber sollten daher darauf schauen, dass der Schmuck aus Glas oder Steinen besteht. Auch für die Exotiker ist etwas dabei: Schmuck und Schalen aus Kokosnuss sind ein schöner Hingucker.

Antikes

Der Kauf von Antiquitäten ist besonders in arabischen Ländern ein Drahtseilakt. Auch in der Türkei zählen beispielsweise Fossilien und alte Münzen zu Kultur- und Naturgütern des Landes. Außerdem Vorsicht beim Mitnehmen schöner Steine vom Strand: Steine, die älter als hundert Jahre sind, gelten als Antiquitäten und es gibt Ärger mit dem türkischen Zoll. Sogar altaussehende Gegenstände oder bearbeitete Steine können unter diese Regelung fallen.

Über HolidayCheck.de

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