HolidayCheck UrlaubsMonitor 2018: Analyse des Reiseverhaltens deutscher Pauschalurlauber für das Reisejahr 2018

IG_HolidayCheck_einzeln_Grafik02_72dpi
19. Februar 2018
  • Starker Auftakt: 18 der Top 20 Pauschalreiseziele mit Buchungsplus
  • Größtes Wachstum für Ägypten, die Türkei und Tunesien
  • Unverändert beliebt: Buchungsanstieg auch bei den Mittelmeer-Klassikern
  • Urlaub wird teurer: Preisanstieg für den Großteil der Top 20 Ziele
  • Begrenzte Kapazitäten und der Trend zur frühen Buchung

In der dritten Ausgabe des UrlaubsMonitors beleuchtet HolidayCheck das Buchungsverhalten deutscher Pauschalurlauber für das Reisejahr 2018. Als eines der führenden Online-Reisebüros im deutschsprachigen Markt analysiert HolidayCheck die Frühbucherdaten aus drei Monaten und zeigt relevante Buchungs- und Preis-Entwicklungen auf. Die Zahlen zeigen: Die Reiselust der Deutschen ist groß und geht mit einer Frühbucher-Nachfrage einher, die deutlich über der des Vorjahres liegt.  

Starker Auftakt: 18 der Top 20 Pauschalreiseziele mit Buchungsplus / Türkei, Ägypten und Tunesien kehren zurück

IG_HolidayCheck_einzeln_Grafik01_72dpiIm Betrachtungszeitraum November 2017 bis Januar 2018[1] weisen 18 der Top 20 Pauschalreiseziele ein zum Teil deutliches Wachstum auf. Den stärksten Anstieg in Höhe von 92 Prozent verzeichnet die Türkei, die sich somit wieder an dritter Stelle der volumenstärksten Frühbucher-Destinationen befindet. Wie die Entwicklung verdeutlicht, sind vergangene Anschläge und politische Unruhen in ihrer Wirkung zeitlich begrenzt. Viele Urlauber nehmen das unschlagbare Preis-Leistungs-Verhältnis der türkischen Riviera und Ägäis in Anspruch. Mit einem Buchungsplus von 81 und 71 Prozent gewinnen auch die von Krisen gezeichneten Ziele Tunesien und Ägypten stark. Alle drei Länder blicken einem erfolgreichen Jahr entgegen – vorausgesetzt, die Sicherheitslage vor Ort bleibt unverändert und Urlauber werden nicht durch aktuelle Geschehnisse verunsichert.

Im starken Frühbucherzeitraum legen auch die europäischen Mittelmeerziele weiter zu. Spanien als nach wie vor beliebteste Destination der deutschen Pauschalurlauber wächst um fünf Prozent, die in Anbetracht des hohen Buchungsvolumens als äußerst positiv zu sehen sind. „Dieses Wachstum ist maßgeblich getrieben von Balearen-Inseln wie Mallorca und Ibiza, die insgesamt ein Plus von 21 Prozent aufzeigen, während die Zahlen für die Kanaren sinken (minus neun Prozent) und für das Festland stabil bleiben“, so Markus von Helden, Director Tourism bei HolidayCheck. Es ist davon auszugehen, dass auch das Festland mit den Regionen Costa de la Luz und Costa del Sol im Laufe des Jahres gewinnen wird.

Die Buchungsanstiege für Griechenland (plus 41 Prozent), Portugal (plus 15 Prozent), Bulgarien (plus 28 Prozent) und Italien (plus 45 Prozent) vervollständigen das Bild des insgesamt starken Auftakts 2018: Während die Badeurlaubs-Klassiker Türkei und Ägypten zurückkommen und die seit jeher beliebten Pauschalreiseziele in Europa gewinnen, wächst auch das als alternatives Reiseziel geltende Bulgarien und das sich zunehmend bei Badeurlaubern etablierende Italien. Hier steigt die Nachfrage speziell für die „Stiefelspitze“ Kalabrien und für Sardinien, sodass die Destination in diesem Jahr Platz 8 der volumenstärksten Frühbucherziele einnimmt.

Buchungszahlen im Drei-Jahres-Trend: Kehrtwende für die Türkei / Buchungsrekord für Ägypten

IG_HolidayCheck_einzeln_Grafik02_72dpiNachdem die Türkei in den vergangenen beiden Frühbucherzeiträumen auf negative Zahlen blickte, geht der Trend nun deutlich bergauf. Wenngleich die Buchungszahlen auf HolidayCheck mit minus 16 Prozent beziehungsweise minus 25 Prozent nicht vollends einbrachen, wichen viele Urlauber auf als sicherer empfundene Ziele aus. Gemessen am Buchungsvolumen hat die Türkei zum Ende des Jahres 2017 allerdings schon fast zu alter Stärke zurückgefunden. Für Tunesien wird es trotz des starken Buchungsanstiegs in den vergangenen beiden Jahren (plus 39 und plus 81 Prozent) noch dauern, bis das ursprüngliche Volumen wieder erreicht ist.

Die Ägypten-Nachfrage ist in Anbetracht der Sicherheitslage seit vielen Jahren von Schwankungen geprägt. Nach diversen Auf und Abs geht der Trend inzwischen stark nach oben, sodass Ägypten in 2017 mehr HolidayCheck Buchungen als je zuvor verzeichnete. Dennoch bleibt die Entwicklung schwer vorhersehbar.

Während Spanien nach einem Boom in der Saison 2016 und einem konstant hohen Volumen in 2017 den Buchungsanstieg weiter leicht erhöhen kann (plus fünf Prozent), behalten Griechenland und Portugal sogar zweistellige Wachstumsraten bei. Auch Bulgarien, das auch aufgrund seiner günstigen Preise oft als Alternative zur Türkei oder teuren Zielen im westlichen Mittelmeer betrachtet wurde, gewinnt weiterhin stark bei Strandliebhabern und Partyurlaubern.

Preisentwicklung: Anstieg in Südeuropa / Schnäppchen in Tunesien / Preisminus für Ägypten

IG_HolidayCheck_einzeln_Grafik03_72dpiFür den UrlaubsMonitor hat HolidayCheck die durchschnittlichen Kosten eines Pauschalurlaubs pro Person und Tag in einzelnen Zielgebieten ausgewertet[2]. Betrachtet wurden die Buchungen deutscher Urlauber, die während des Frühbucherzeitraums eingingen. Demnach steigen für den Großteil der Top 20 Ziele die Preise.

Am günstigsten unter den Top-Zielen ist derzeit Tunesien mit 65 Euro pro Person und Tag – ungeachtet eines Preisanstiegs von acht Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der hohe Preis für Urlaub in den Vereinigten Arabischen Emiraten bleibt mit 146 Euro stabil. Für Schnäppchenjäger auf der Suche nach besonders hohen Hotelstandards bieten sich hingegen die Türkei und Ägypten mit 69 Euro pro Person und Tag an. Während die Türkei damit zehn Prozent über dem Vorjahr liegt, ist der Preis für Ägypten trotz der steigenden Nachfrage sogar um drei Prozent gesunken. Dies hängt mit einem vergrößerten Flug- und Hotelangebot zusammen, das die erweiterten Portfolios der Reiseveranstalter bieten.

Auch in den äußerst beliebten Pauschalreisezielen im Süden Europas steigen die Kosten. So ist Spanien mit 98 Euro um sieben Prozent und Portugal mit 100 Euro um zehn Prozent teurer geworden. Unter den meistgebuchten Inseln steigen die Kosten für Mallorca um sechs Prozent auf 92 Euro, für Gran Canaria um sieben Prozent auf 109 Euro und für Fuerteventura um acht Prozent auf 101 Euro.

Je nach Reiseziel ist der Preisanstieg auf unterschiedliche Gründe zurückzuführen. So spielen sowohl angehobene Hotelpreise in stark nachgefragten Destinationen als auch das aktuelle Flugangebot eine Rolle. „Die Kanaren mit einem Preis-Plus von im Schnitt elf Prozent sind beispielsweise von mehreren Faktoren betroffen – höhere Hotelkosten aufgrund des Booms der Vorjahre und getätigten Investitionen auf der einen, sowie Flug-Engpässen in Anbetracht der Insolvenz von AirBerlin und Fly Niki auf der anderen Seite“, so von Helden.

Begrenzte Kapazitäten und der Trend zur frühen Buchung

Die Frühbucherzahlen, die insgesamt deutlich über dem Vorjahr liegen, bringen die positive Urlaubsstimmung der Deutschen zum Ausdruck. „Es ist jedoch zu erwarten, dass sich die Wachstumsraten nicht über alle Ziele hinweg fortsetzen können: Viele Urlauber haben im Wissen um begrenzte Kapazitäten bewusst früh gebucht. Für einige der beliebten Ziele wird es über kurz oder lang zu Engpässen bei Flügen und Hotelangeboten kommen, die mit steigenden Preisen einhergehen“, sagt von Helden. Auch wenn derzeit noch nicht absehbar ist, wie sich Flugkapazitäten und -preise nach den Insolvenzen von Air Berlin und Fly Niki weiterentwickeln werden, empfiehlt es sich in 2018 mehr denn je, den Urlaub am europäischen Mittelmeer so früh wie möglich zu buchen. „Insgesamt rechnen wir mit einem starken Jahr für die Pauschalreise. Speziell nach dem turbulenten Jahresende im Zuge der oben genannten Insolvenzen liegt sie im Trend – mit ihrem begrenzten finanziellen Risiko, ihrer Planbarkeit und dem konkreten Ansprechpartner im Krisenfall“, so von Helden.

 

[1] Auswertung der dt. Buchungen auf HolidayCheck zwischen 1. November 2017 und 31. Januar 2018 im Vergleich zum Vorjahr; Ein Pauschalurlaub beinhaltet mind. Beförderung und Unterbringung.

[2] Verglichen wurden der Zeitraum 1. November 2017 bis 31. Januar 2018 und der entsprechende Vorjahreszeitraum, Pauschalreisebuchungen dt. Urlauber.

 

Hinweis zur Bildnutzung

Die Einzelgrafiken sowie die gesamte Infografik des „HolidayCheck UrlaubMonitors 2018“ stehen Ihnen jeweils als PDF-, JPG- und EPS-Datei in diesem ZIP-Ordner zum Download zur Verfügung. Sie dürfen im Zusammenhang mit der übermittelten Pressemitteilung „HolidayCheck UrlaubsMonitor 2018: Analyse des Reiseverhaltens deutscher Pauschalurlauber für das Reisejahr 2018“ verwendet werden.

Urlaubsmonitor Gesamtgrafik

Pressemitteilung als PDF lesen