Der Digital Coast Index 2026 – So digital sind Deutschlands Küstenorte
HolidayCheck vergleicht die digitalen Services und die Netzversorgung in 50 Deutschen Küstenorten
- Nur 23 von 50 Orten ermöglichen den digitalen Kauf einer Tageskarte – darunter fehlt dieser Service in bekannten Orten wie St. Peter-Ording, Binz und Heringsdorf.
- 40 von 50 Orten verfügen über eine offizielle Urlaubs-App.
- WLAN am Strand gibt es in lediglich 18 von 50 untersuchten Orten.
- 41 von 50 Orten kommen ohne größere 5G-Funklöcher aus. Neun Orte, darunter Norderney, Wangerooge und Spiekeroog, haben noch zusammenhängende Lücken im 5G-Netz von über einem Kilometer.
- Im Schnitt sind 76 Prozent der Privathaushalte und Unternehmen in den untersuchten Orten mit Breitband über 1.000 Mbit/s versorgt.
- Im Küstenvergleich liegt die Nordsee mit durchschnittlich 132,8 Punkten knapp vor der Ostsee (124,1 Punkte).
Das digitale Erlebnis an einem Urlaubsort entscheidet heute mehr als jemals zuvor über unseren Urlaub. Lassen sich Tageskurkarten online buchen? Gibt es eine regionale App, die mir den Weg weist? Und gibt es eine ausreichende Netz-Infrastruktur, die überhaupt eine Verbindung zulässt? Das Reiseportal HolidayCheck hat 50 Küstenorte an Nord- und Ostsee auf ihre digitale Reife untersucht und den Digital Coast Index 2026 entwickelt. Das überraschende Ergebnis: Die autofreie Nordsee-Insel Juist belegt mit 188,6 von 200 möglichen Punkten den ersten Platz und landet somit vor Westerland/Sylt (187,1 Punkte) und Kühlungsborn (183 Punkte).
Den vollständigen Digital Coast Index 2026 mit den Ergebnissen für alle Orte gibt es auf der Studienseite.
Digitale Services: Noch viel Luft nach oben
Bei den digitalen Services für Gäste zeigt sich ein gemischtes Bild. Während 40 von 50 Orten bereits eine offizielle Urlaubs-App anbieten, hapert es beim Basisangebot: Nur 23 Orte ermöglichen den Kauf der Tageskarte online, die andere Hälfte schickt Tagesausflügler noch immer zum Automaten. WLAN am Strand ist mit 18 von 50 Orten ebenfalls eher die Ausnahme als die Regel. Es zeigt sich aber in vielen Orten eine zunehmende digitale Entwicklung in der kürzeren Vergangenheit, die darauf hinweist, dass viele Urlaubsorte ihr digitales Angebot fortlaufend erweitern werden.
Netzversorgung: Solide, aber mit Ausreißern
Die technische Infrastruktur ist an den meisten Küstenorten grundsätzlich gut aufgestellt: 41 von 50 Orten kommen ohne größere 5G-Funklöcher aus, und im Schnitt sind 76 Prozent der Haushalte und Unternehmen mit schnellem Breitband versorgt. Die Ausreißer bilden Inseln wie Spiekeroog, Baltrum und Helgoland mit nahezu null Prozent Breitbandabdeckung, was dem anspruchsvollen Ausbau dieser Verbindungen in Inselregionen geschuldet ist.
Dazu Nina Hammer, Reiseexpertin bei HolidayCheck:
„Die deutsche Küste ist längst kein digitales Niemandsland mehr, aber auch noch keine flächendeckende Workation-Destination. Unser Digital Coast Index zeigt: Digitale Reife und Abgeschiedenheit schließen sich nicht aus. Juist beweist das eindrucksvoll. Gleichzeitig sehen wir, dass gerade bei der digitalen Tageskarte noch erheblicher Nachholbedarf besteht – für Tagesausflügler ist das ein echter Komfortverlust. Viele Gäste erwarten heutzutage digitale Services und brauchen dafür eine gute Verbindung. Wer sich vorab informiert, kann aber sogar am Strand bestens verbunden bleiben, darf dann aber auch gerne mal den Stecker ziehen und den Moment genießen."
Über die Untersuchung
Für den Digital Coast Index 2026 wurden 50 deutsche Küstenorte an Nord- und Ostsee untersucht. Bewertet wurden zwei gleichgewichtete Kategorien mit je maximal 100 Punkten, sodass insgesamt bis zu 200 Punkte erreicht werden konnten. Die Datenerhebung fand im Mai 2026 statt. Die Quellen für die einzelnen Datenpunkte sind beispielhaft gewählt, um eine Einordnung zu ermöglichen. Sie beinhalten keine Garantie auf Vollständigkeit und können zum tatsächlichen Status quo abweichen. Die erste Kategorie „Digitaler Urlaub" misst, wie gut ein Ort digitale Services für seine Gäste anbietet. Geprüft wurde, ob Tagesgästekarten online kaufbar sind, etwa über die Plattformen Mobilet oder WELCMpass oder die offizielle Ortswebsite, ob eine offizielle Urlaubs-App existiert und ob es öffentliches WLAN am Strand gibt.Die zweite Kategorie „Netzversorgung" bewertet die technische Infrastruktur vor Ort. Untersucht wurde mithilfe des Gigabitgrundbuchs, ob es zusammenhängende 5G-Versorgungslücken von mehr als einem Kilometer Länge gibt. Zusätzlich wurde die Dichte öffentlicher WLAN-Hotspots pro 1.000 Einwohnende ermittelt sowie die Breitbandverfügbarkeit über 1.000 Mbit/s für Privathaushalte und Unternehmen ausgewertet. Aufgrund von Änderungen oder eingeschränkter Einsehbarkeit der Daten können vereinzelt Abweichungen zum tatsächlichen Stand vor Ort entstehen.
Über HolidayCheck
Urlaub besser zu machen, das ist die Vision von HolidayCheck, der reichweitenstärksten Erholungsurlaub-Plattform im deutschsprachigen Raum. Transparenz, Qualität und Innovation treiben das Online-Buchungs- und Bewertungsportal an, UrlauberInnen das beste Reiseerlebnis zu bieten. Grundlage sind die mehr als 12 Millionen Hotelbewertungen, ein eigenes Online-Reisebüro sowie die Angebote von 66 Reiseveranstaltern und weiteren touristischen Anbietern. Im Online-Reisebüro-Test von Stiftung Warentest (Ausgabe 1/2024) erhielt HolidayCheck die Gesamtnote „Gut“ (2,1) und in der Kategorie „Buchen und Stornieren“ als einziges Online-Reiseportal die Note „Sehr gut“ (1,1). Seit 2021 finden sich auch passende Mietwagen-Angebote von HolidayCheck Mietwagen auf der Plattform. Viele hilfreiche Informationen und Inspiration finden UrlauberInnen außerdem im Reiseforum mit über 4,9 Millionen Mitgliedern und im HolidayCheck Online-Magazin. Zudem engagiert HolidayCheck sich seit Jahren intensiv gegen Bewertungsbetrug und hat die Initiative Gemeinsam gegen Fakebewertungen gegründet. Die HolidayCheck AG ist eine Tochter der HolidayCheck Group, wurde im Jahr 2003 gegründet und hat ihren Sitz im schweizerischen Bottighofen nahe der deutschen Grenzstadt Konstanz.