Kurtaxen-Check 2026: Zwischen Cents und Verdopplungen
HolidayCheck vergleicht die Höhe der Tourismusabgabe in 390 deutschen Gemeinden
- Über 60 Gemeinden haben ihre Kurtaxen im Vergleich zum Vorjahr erhöht – fast jeder sechste Ort
- Zwischen Festbeträgen und prozentualen Anteilen können die Kurtaxen sehr unterschiedlich ausfallen
- Einige Orte senken überraschend ihre Kurtaxe – Waren (Müritz) und Zinnowitz günstiger als 202
Viele UrlauberInnen staunen nicht schlecht, wenn der Übernachtungspreis am Ende eines schönen Urlaubes deutlich höher ist als eingeplant. Bei einer Woche können für ein Paar schnell mal über 70 Euro dazukommen, für Familien noch mehr. Grund ist die sogenannte Kurtaxe; auch unter Bettensteuer, Tourismusabgabe, Kurbeitrag oder vielen anderen Synonymen bekannt. Dabei variieren die geforderten Beiträge und ihre Berechnungsgrundlagen sowie beinhaltete Vorteile deutlich. Das Reiseportal HolidayCheck hat erneut den deutschlandweiten Check gemacht und die Kurtaxen für über 390 Gemeinden und Städte ermittelt. Etwa jeder sechste Ort hat die Kurtaxe zum Vorjahr angehoben.
Die vollständige Auswertung für alle Gemeinden ist auf dieser Seite hinterlegt:
https://www.holidaycheck.de/urlaub/deutschland/inspiration/tourismusabgabe-preisecheck-2026
Über 60 Gemeinden haben ihre Beiträge erhöht
2026 bringt für einige Kurorte deutliche Erhöhungen der Kurtaxen. Ganz oben auf der Liste der größten Sprünge steht Wolfegg im Allgäu: Seit April 2025 liegt die Kurtaxe nicht mehr bei 80 Cent, sondern bei 1,90 Euro (+137,5 Prozent). Auch Bad Arolsen zieht die Preise an: Während letztes Jahr der Beitrag noch bei einem Euro lag, ist er dieses Jahr doppelt so hoch. Bad Mergentheim erhöht den Beitrag von 1,90 Euro auf 3,50 Euro (+84 Prozent). Seit dem 1. Juli 2025 wurde der Betrag in Bad Salzig auf 2,50 Euro angehoben (+67 Prozent).
Etwas günstiger ist Oberstdorf im Allgäu mit 4,70 Euro – letztes Jahr lag der Betrag für Gäste noch bei 3,80 Euro (+24 Prozent). In Baden-Baden fallen 4,50 Euro an, 70 Cent teurer als letztes Jahr (+18 Prozent). Trotz dieser Erhöhungen bleiben die Beiträge in den meisten Regionen erschwinglich und fließen direkt in die Verbesserung touristischer Angebote und Infrastruktur.
Die Spanne: Von 25 Cent in Lindenfels bis 5,50 Euro in Spiekeroog
Vor allem an der Nordseeküste bleiben die Kurabgaben hoch. Mit 5,50 Euro pro Übernachtung ist die kleine ostfriesische Insel Spiekeroog wie im Jahr zuvor Spitzenreiter. Der Betrag wird für Erwachsene in der Hauptsaison zwischen März und Ende Oktober erhoben. In der Nebensaison liegt der Beitrag bei 2,20 Euro. Auch Wiesbaden und Hürtgenwald haben die Grenze von 5 Euro erreicht. In Langeoog zahlen UrlauberInnen mit 4,95 Euro nur minimal weniger, während auf Wangerooge und Norderney 4,90 Euro fällig werden. Auf der Nachbarinsel Juist und auf Borkum kostet die Kurabgabe 4,80 Euro in der Hauptsaison. Lindenfels erhebt den günstigsten Beitrag im Vergleich, im Jahr 2026 bleibt die Kurtaxe bei 25 Cent pro Nacht. Auch in Eckenhagen, Lörrach, Grasellenbach und Nümbrecht liegt der Kurbeitrag weiterhin unter einem Euro pro Übernachtung.
Überraschende Senkungen in einigen Ortschaften
Nicht überall steigen die Preise – einige Orte überraschen sogar mit einer Senkung. In Waren (Müritz) sinkt die Kurtaxe von 2,70 Euro auf 2,50 Euro (-7 Prozent). Die Stadt möchte damit stärker auf die Bedürfnisse der Gäste eingehen und den Aufenthalt attraktiver gestalten. Auch Zinnowitz auf Usedom senkt von 4,20 Euro auf 3,70 Euro (-12 Prozent). Grund dafür: In den bisherigen 4,20 Euro war der Busverkehr der UBB bereits enthalten, dieser wird nun separat abgerechnet. In über 300 der untersuchten Orte ließ sich im Januar 2026 noch keine Veränderung der Preise erkennen.
Flexible Abgaben: Bettensteuer abhängig vom Übernachtungspreis
Während die meisten Kurtaxen als Festpreis berechnet werden, setzen einige Städte auf eine prozentuale Bettensteuer. Berlin, Dortmund und Flensburg bleiben mit 7,5 Prozent an der Spitze. Bonn und Schwerin haben auf 7 Prozent angehoben, Bremen und Bremerhaven auf 5,5 Prozent. Neu auf der Liste 2026: Kassel, Königswinter und Ringsheim.
Die vollständige Auswertung für alle Gemeinden ist auf dieser Seite hinterlegt:
https://www.holidaycheck.de/urlaub/deutschland/inspiration/tourismusabgabe-preisecheck-2026
Über die Untersuchung
Für den Vergleich wurde die Höhe der Kurtaxe (auch Tourismusabgabe, Bettensteuer, Infrastruktur-Förderabgabe, Übernachtungssteuer, Kurbeitrag oder Beherbergungssteuer genannt) in den untersuchten Gemeinden und Städten ermittelt und miteinander verglichen. Die Entwicklung der Kurtaxen im Vergleich stellt die Änderungen zum Februar 2025, dem letzten Erhebungszeitpunkt, dar. Durch mangelnde Aktualisierung offizieller Quellen oder unterschiedliche Angaben für denselben Ort kann der tatsächliche Kurbeitrag in Einzelfällen von den hier dargestellten Beträgen abweichen. Der Vergleich berücksichtigt die Höhe der Zusatzzahlung während der Hochsaison für eine erwachsene Person. In einigen Kurorten kann eine Kurtaxe oder ein Gastbeitrag auch für Tagesgäste anfallen, die nicht im Ort übernachten. Für den Vergleich wurden nur Abgaben berücksichtigt, die im Zusammenhang mit einer Übernachtung entrichtet werden müssen.
Über HolidayCheck
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